Samstag, 12. September 2015

Der Kulturpreis Region Luzern West 2015 an die Heimatvereinigung Wiggertal

fja. „Alljährlich erhalten wir eine ganze Reihe von Vorschlägen zur Auswahl für die Verleihung des Kulturpreises Region Luzern West“ schreibt Guido Roos, Geschäftsführer. „Es werden Organisationen respektive Personen als Preisträger vorgeschlagen, die in verschiedenen Kulturbereichen Grosses geleistet haben. Die Heimatvereinigung Wiggertal wurde von der Kulturkommission Willisau zur Wahl vorgeschlagen. Der Antrag wurde von der Verbandsleitung Region Luzern West einstimmig angenommen.“

Die Preisverleihung findet am 30. Oktober 2015, um 19.30 Uhr, in der Mauritiuskapelle in Schötz statt.


Die Heimatvereinigung Wiggertal freut sich über diese Anerkennung für ihren Einsatz in allen Aufgaben des Vorstandes, in der Vermittlung kulturellen Bewusstseins und in der jährlichen Herausgabe der ‚Heimatkunde Wiggertal‘ mit all ihren ehrenamtlichen Autoren und Mitarbeitern. Auch die treuen Abonnenten und Mitglieder sind eingeschlossen, die damit immer wieder ihre Anerkennung für die Leistung, aber auch ihre Treue zu den Werten der engeren Heimat bekunden.





Alle Mitglieder der Heimatvereinigung und alle Freunde des kulturellen Geschehens sind freundlich eingeladen.



Eigesendet von Ferdinand Andermatt

Montag, 20. Juli 2015

Das Wunder von Luthernbad in den Berichten von Renward Cysat



fja. Das Lutherntal ist das an der Grenze zu Bern liegende westlichste Einzugsgebiet der Wigger. Im hintersten Talkessel liegt Luthernbad. Es hat seine Aufmerksamkeit und eigentlich auch seinen Namen erhalten durch die wunderbare Heilung von Jakob Minder im Jahre 1581. Der Luzerner Stadtschreiber Renward Cysat hat die Geschehnisse schriftlich festgehalten. Durch die ausserordentlichen Begebenheiten und das heilende Wasser wurde Luthernbad zum „Einsiedeln des Kleinen Mannes“. Die Texte von Renward Cysat sind neu in einer lesbaren Sprache und mit künstlerisch wertvollen Zeichnungen ergänzt, gedruckt herausgegeben worden. Die Vernissage findet am 15. August 2015, um 16.30 in Luthernbad in Anwesenheit des Luzerner Regierungspräsidenten Reto Wyss statt. (Programm siehe Flyer)



Donnerstag, 4. Juni 2015

Kartenaktion 2015

fja. Jedes Jahr von neuem bietet die Heimatvereinigung Wiggertal mit einer besonderen Aktion "Häb Sorg zur Heimet" Bildkarten an, die Bezug nehmen auf die Besonderheiten unserer Welt, in der wir leben. Hier wo wir uns wohl fühlen in der stimmungsvollen Natur und mit den Menschen und Dingen, die wir erfahren dürfen.

Dieses Jahr hat der einheimische Künstler Ueli Bieri-Obrecht aus Ohmstal (www.kunstundbieri.ch) die eindrücklichen Bilder geschaffen. Sie sind im Gesamtformat von 42x14,8 cm bzw. gefalzt auf 21x14,8 cm mit passendem Couvert verpackt in einer Schutzhülle zum Kauf bereit.

«Winterfarben am Napf» –  Trachselegg, Hengstfluh  und alte Windbuche, Aquarell-Collage

«am Waldrand» – eine Variation der vielen Birken im Wauwilermoos, Aquarell

Schüler und Schülerinnen werden die Karten an den Haustüren zum Kauf anbieten. Sie sind auch in den Papeterien erhältlich oder direkt bei folgender Adresse

Josef Stöckli
Höhe 17
6153 Ufhusen
041 988 11 39
schosef.stoeckli@bluewin.ch


Durch die Verwendung unserer Karten helfen Sie mit, den Gedanken zur Freude und Sorge um unsere engere Heimat zu pflegen. Sie unterstützen damit auch die Arbeit der ‚Heimatvereinigung Wiggertal‘ in ihren vielfältigen Anstrengungen.

Sonntag, 26. April 2015

Einladung der Hinterländer Museen zum Internationalen Museumstag

Zum Internationale Museumstag am Sonntag, 17. Mai 2015, 10:00 bis 17:00 bieten folgende Museen im ganz Wiggertal verschiedene Aktivitäten an:




Flyer zur Verfügung gestellt von Ferdinand Andermatt

Sonntag, 18. Januar 2015

Heimatkunde 2015 – Werkplatz Wiggertal

Von Ferdinand Andermatt

Seine persönliche Geschichte kennen ist das eine  . . .  die Geschichte ‚seines‘ Unternehmens kennen ist das andere. Wie hat es sich entwickelt . . . was sind die Erwartungen? Das sind nicht nur Fragen der Inhaber, das fragen sich auch die Mitarbeiter und die Lernenden.




125 Jahre Emil Peyer AG
Hoffnungsvolle Erwartungen strahlen diese jungen Berufsleute aus. Standorttreue und zielstrebige Entwicklung sind aus der Firmengeschichte herauszulesen. Sprechende Bilder und eine flüssige Sprache machen die Geschichte zum Erlebnis.




100 Jahre Imprägnierwerk AG
Rugelrund – und dauerhaft – sind nicht nur die runden Stangen, auch das Unternehmen. Aus der Holzverarbeitung heraus wuchs das Imprägnieren von Masten für die Telefonleitungen. Die handwerkliche Verarbeitung wich der Technik und innovative Entwicklungen künden sich für moderne Holzfassaden an.




Mühlen mahlen  . . .  nicht mehr
Von Romantik ist nicht mehr viel zu spüren – auf den ersten Blick. Doch bei genauerem Hinsehen, und das haben die Autoren in Schrift und Bild dokumentiert, tun sich Welten auf. Fast schon dramatisch ist die Geschichte gegen die Zeit, mit der Zeit, und doch nur der Zukunft nachgerannt.




Schweizer Hauptstadt Zofingen
Diesen Begriff nachvollziehen kann nur, wer sich in den Beitrag vertieft. Dann kann es aber die Leser packen, verwundern und sogar begeistern. Ein bunter Markt mit schweizerischer Einmaligkeit, ein weltoffenes Angebot für die bewusste Ernährung.

Dienstag, 6. Januar 2015

Dienstag, 23. Dezember 2014

Die Heimatkunde über die Festtage

Von Ferdinand Andermatt

Es sei eine besinnliche Zeit, die Tage des Übergangs zum neuen Jahr. Wenn dem so ist, könnte es sein, dass man auch Zeit fände, in der Heimatkunde zu blättern und sich bei den vier Persönlichkeiten zu verweilen, die ihr Leben erzählen oder die uns wissen lassen, was für sie Heimat bedeutet.

Hansjörg Schneider
hat einen etwas anderen Blick auf das Wiggertal. Kein Wunder, hat doch der Kommissar-Hunkeler-Autor in seiner Jugend kaum gewusst, wo das Wasser des Altachenbachs , einem Begleitgewässer der Wigger, herkommt. Aber eben diese Gegend zwischen Zofingen und Brittnau , ein Biotop, ist sein Urbegriff für ‚Heimat‘.

Der Perser Alborz Mohadier
ist Hausarzt in Luthern – er kennt aber die halbe Welt. Wie er Heimat fühlt und denkt ist so ganz anders, als wie ein ‚Eingeborener‘ es beschreiben würde. Wird ihm das Tal in der Napflandschaft je wirklich Heimat werden?

Schwester Veronika
hat in ihrem Leben als Klosterfrau das tiefe Afrika kennengelernt. Sie hat Leprakranke gepflegt, die gossen und die kleinen, auf einer Missionsstation in Tansania. Sie darf jetzt ihren Lebensabend in der Heimat verbringen. Sie hat ihren Auftrag dort erfüllt, wo es nötig war, ohne zu fragen.

Schwester Hildegard Willi
ist im Rottal geboren und hat im Seetal ‚Heimat‘ mitgestaltet. ‚Die erste Heimat fiel mir zu, die zweite habe ich gewählt oder sie mich.‘ Erinnerung und Sehnsucht schildert die Rottalerin, Hinterländerin, Seetalerin in ihrem Beitrag über irdische und geistige Heimat.

Was sage ich, wenn ich nach meiner ‚Heimat‘ gefragt werde?

Freitag, 5. Dezember 2014

Heimattag 2014 in Buchs, Hürntal

Für die Heimatvereinigung  im Einsatz, immer wieder und am Heimattag: Hansjörg Luterbach, Archäologiemuseum; Luca Winiger, Grabung Chammere; Willi Korner, Präsident Heimatvereinigung; Andrew Lawrence, Grabung Chammere; Josef Wanner, Organisator der Tagung und Referent über den Buchser Liedermacher A. L. Gassmann 

Die Tagung
Über hundert Mitglieder der Heimatvereinigung Wiggertal konnte Präsident Willi Korner in Buchs begrüssen. Die ordentlichen Traktanden waren wohl nicht so sehr allein der Grund des Dabeiseins, sondern auch der Gedankenaustausch über gleiche Interessen.

Die Verabschiedung von Kurt Lussi, Mitglied der Museumskommission und die Neuwahl von Beatrice Limacher-Lütolf in den Vorstand der Vereinigung waren die eigentlichen ‚Geschäfte‘, da alle andern Aufgaben dem Vorstand überbunden sind.
Gemeindepräsident Philipp Bucher von Dagmersellen/Uffikon/Buchs stellte das Tal der Hürn als lebenswerte Heimat vor mit ihren landschaftlichen und verkehrstechnischen Vorzügen.
Der Buchser Tagungsleiter, Vorstandsmitglied Josef Wanner, informierte über den in Buchs 1876 geborenen Lehrer, Komponisten und Volksmusiker Alfred Leonz Gassman. Als fröhliches Beispiel seines Schaffens trug die Formation Stirnimann, Altbüron, das Volkslied ‚S isch mer alles ei Ding‘ nebst andern auflockernden Gesangseinlagen vor.

Hoher Besuch: Die  Präsidentin des Kantonsrates, Frau Irene Keller, bei ihrem Begrüssungswort.

Die Römer im Hürntal
Im zweiten Teil wurde Europa-Geschichte am Beispiel der römischen Siedlung Chammere vorgestellt. Dieser Gutshof war einer von  mehreren im Hürntal. Die Grabungen unter der mitverantwortlichen Leitung von lic. phil. Andrew Lawrence vom Institut für archäologische Wissenschaften in Bern und Luca Winiger von der Kantonsarchäologie Luzern haben wertvolle Erkenntnisse gebracht. Sie führten mit Wort und projiziertem Bild durch die Grabungsarbeit. Durch die verschiedenen Gruppen von Archäologiestudenten sind in den Jahren 2011 bis 2013 die Gebäudestrukturen, auch unterschiedliche aufeinanderliegende, freigelegt und datiert worden. Wertvolle Erkenntnisse nicht nur in den Bauten, auch im sozialen Gefüge konnten nachgewiesen werden. Entsprechende Brandspuren lassen die Aussage zu, dass der Gutshof ungefähr im Jahre 230 aufgegeben wurde. Wir dürfen gespannt sein, was nach der wissenschaftlichen Aufarbeitung den an der Geschichte Interessierten vorgelegt werden kann.

Es muss ein ‚lüpfiges‘ Lied gewesen sein, das die Formation Stirnimann hier vorträgt.

Archäologischer Gedankenaustausch: Hansjörg Luterbach, Archäologisches Museum, Schötz; Luca Winiger, Kantonsarchäologie Luzern

Während des Vortrages in der Mehrzweckhalle Buchs

Luca Winiger von der Kantonsarchäologie Luzern und lic. phil. Andrew Lawrence vom Institut für archäologische Wissenschaften in Bern  nach getaner Arbeit

Alfred Leonz Gassmann

Der Gassmann-Brunnen in Buchs

Farbfotos: Adelheid Aregger
Schwarzweiss-Fotos: Hans Marti, www.hansmartiarchiv.ch
Text: Ferdinand Andermatt